Berlin Südkreuz–Blankenfelde (Dresdner Bahn)


Erschütterungsschutz

Der Erschütterungsschutz ist wie der Schallschutz im Bundes-Immissionsschutzgesetz geregelt. Die Dresdner Bahn ist entsprechend untersucht worden.

In den Bereichen, in dem Wohngebiete unmittelbar an die Strecke angrenzen, wird der Oberbau der Fernbahn (das Gleisbett) in einer erschütterungsmindernden Bauweise erstellt. Das anerkannte Verfahren heißt „Beton-Schotteroberbau mit Masse-Körper“ (BSO/MK). Die Basis dieses innovativen Systems bildet ein Betontrog, auf den eine Schotterschutzmatte aufgebracht wird. Darüber werden Schotter, Schwellen und Gleise in üblicher Weise eingelagert. Das Besondere: Durch diese Kombination werden die für die Schallbelastung verantwortlichen Frequenzen eliminiert.

Prinzipdarstellungen zum Erschütterungsschutz (Grafik: DB AG)
Prinzipdarstellungen zum Erschütterungsschutz (Grafik: DB AG)

Auch Abschnitte der S-Bahn werden, in ähnlichen Bereichen wie die Fernbahn, mit einem Erschütterungsschutz versehen. Die Gleise erhalten „Besohlte Schwellen“: Sie verringern die Weiterleitung von Schwingungen in das Schotterbett. Ähnlich einer Schuhsohle werden die Schwellen mit elastischem Material „besohlt“. Dadurch wird die Übertragung von Erschütterungen in den Untergrund und damit auch in benachbarte Objekte vermindert.

Die genauen Bereiche, in den das System „Beton-Schotteroberbau mit Masse-Körper“ und die „Besohlte Schwelle“ zum Einsatz kommen, sind in den Planfeststellungsbeschlüsse für jeden Abschnitt separat festgelegt, bzw. werden noch festgelegt.

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